
Macht & Führung
In Institutionen und mit Führungspersonen: Begegnung mit Verantwortung und Einfluss„Macht entspringt der menschlichen Fähigkeit, nicht nur zu handeln oder etwas zu tun, sondern sich mit anderen zusammenzuschließen und im Einvernehmen mit ihnen zu handeln.“

Mein Konzept:
Macht bewusst gestaltenAls Trainerin, Beraterin, und Dozentin werde ich häufig angefragt, wenn Institutionen dem Thema Machtmissbrauch begegnen wollen. Das ist ein wichtiger Schritt. In meiner Arbeit mit Menschen in Führungspositionen erlebe ich, dass viele von ihnen sich mit einer großen Herausforderung konfrontiert sehen:
„Wie kann ich als Führungsperson erkennen, was angemessen ist, wenn zwischen dem Gebrauch von Macht und Machtmissbrauch oft eine undurchsichtige Grauzone liegt?“
Führung ist ein komplexes Feld, in dem es nicht immer eindeutige Antworten gibt. Genau hier setzt meine Arbeit an: Nicht erst bei der Frage, wie Machtmissbrauch vermieden werden kann, sondern schon viel früher, wenn es darum geht, die eigene Macht bewusst und konstruktiv zu nutzen.

Ich richte den Blick auf die zentralen Fragen:
Wo habe ich Macht?
Wie kann ich Grenzen besprechbar machen - meine eigenen und die anderer?
Wie kann ich Räume so gestalten, dass andere sich sicher fühlen und für sich einstehen können?
Was liegt in meinem Einflussbereich?

Professionalisierung durch Rollenklarheit
In meinen Formaten werden Gestaltungsräume sicht- und erlebbar. Gemeinsam erforschen wir, wie faire, klare und konstruktive Machtausübung im Lichte der Fürsorgepflicht aussieht und erkennen, was in vielen Mikrosituationen des Führungsalltags schon getan wird, um dieser zu begegnen.
So wird Macht zu einem nutzbaren Instrument, um Schutz, Teilhabe und Fairness zu sichern - und führt zu Klarheit, Nachhaltigkeit und Entlastung.
Meine Arbeit ist dabei stets auf den jeweiligen Kontext abgestimmt. In enger Abstimmung mit den Institutionen entwickle ich Formate, die sowohl zur konkreten Situation als auch zu den bestehenden Strukturen passen und eine nachhaltige Verankerung konstruktiven Machtgebrauchs ermöglichen.
Ich bewege in Systemen.
Mein Erfahrungsschatz:
Projekte & KooperationenSeit 2025 RWTH AACHEN
Seminarreihe zu Machtmissbrauch in der Führung
mit Prof. Dr. Jutta Stahl
Gemeinsam entwickelte Seminarreihe zur Sensibilisierung für Machtstrukturen im Hochschulkontext und zur Stärkung kontruktiver Führungskompetenzen. Systemische Perspektiven und erlebnisorientierte Methoden fördern einen Umgang mit ambivalenten Situationen und erproben konkrete Handlungsmöglichkeiten. Schwerpunkte liegen auf der Erprobung von Kommunikationsstrategien und der Selbstreflektion in einem sicheren Rahmen.
Seit 2025 UNIVERSITÄT HAMBURG
Machtmissbrauch sichtbar machen - Auftaktworkshop und multidisziplinäre Ausstellung
Wie fühlt sich Machtmissbrauch an – und wie können wir Räume schaffen, in denen er sichtbar wird und Veränderung möglich ist? Gemeinsam mit Arved Lindau entwickle ich für die Universität Hamburg eine Ausstellung, die Machtmissbrauch in den öffentlichen Raum holt, konfrontiert, Empathie weckt und zugleich an Eigenverantwortung appelliert.
Ein Auftaktworkshop unter meiner Leitung hat dafür erste inhaltliche Schwerpunkte und Zugänge erarbeitet.
Seit 2025 UNIVERSITÄT ZU KÖLN
Seminarreihe zur wissenschaftlichen Integrität
Integres Handeln ist vielschichtig. Es erfordert die Abstimmung mit dem eigenen Wissensstand, dem moralischen Kompass sowie mit fachlichen und rechtlichen Vorgaben. In dieser Seminarreihe vermittle ich Grundlagen zu relevanten Richtlinien und Anlaufstellen und unterstütze Promovierende dabei, eine Haltung für verantwortungsvolles und selbstwirksames wissenschaftliches Handeln zu entwickeln.
2025 KATH. UNIVERSITÄT EICHSTÄTT
Workshop zur Prävention von Machtmissbrauch bei neuberufenen Professor:innen
Als Professor:in besetzt man eine Vielzahl an Rollen – die teilweise mit Konflikten untereinander einhergehen. Eine Reflektion und Bewusstheit über Fallstricke ermöglicht einen proaktiven und konstruktiven Umgang mit diesen sich überschneidenden Rollen – damit in den Zwischenräumen kein Raum für (unbewussten) Machtmissbrauch bleibt.
2024 SWR WORKSHOP ZU SEXISMUS & INTERAKTIVE LERNMODULE
mit Dr. Victoria Striewe
Konzeption und Durchführung eines Workshops mit dem Ziel, Mitarbeitende des SWR für sexistische Inhalte zu sensibilisieren und ihre Handlungssicherheit im Umgang damit zu stärken. Zum Einsatz kamen systemische Methoden zur Verortung individueller Perspektiven sowie gruppendynamische Formate, die kollektive Muster sichtbar machen und zur Reflexion anregen. Basierend auf den Workshopinhalten wurden interaktive Lernmodule für die interne Weiterbildung entwickelt.
Feedback

Über mich
In Würzburg habe ich meinen Bachelor und Master of Science in Psychologie absolviert, 2019 folgte am Social Cognition Center der Universität zu Köln meine Promotion in Psychologie (Dr. phil., summa cum laude), gefördert durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Mein akademischer Weg führte mich in Forschung, Lehre und Wissenschaftsentwicklung: zu Erstautorinnenschaften in internationalen Fachjournalen, Konferenzen, Drittmittelprojekten und dem Aufbau eines eigenen Forschungsprofils zu Sprache, sozialer Wahrnehmung und Geschlecht.
Ich kenne das Universitätssystem, seine Stärken und seine Widersprüche – den Anspruch auf Exzellenz ebenso wie die systemischen Dynamiken, die Menschen in diesem System prägen. Mein weiterer Weg führte mich nach Mannheim, in die Geschlechterforschung und in die Leitung des Open Science Office. Irgendwann wurde klar: Wenn ich etwas verändern möchte, dann nicht länger ausschließlich von innen heraus.
Heute arbeite ich an der Schnittstelle von Psychologie, Führung, Kommunikation und Beziehungsgestaltung. Erfahrungen aus Forschung, ressourcenerzeugender Veränderungsarbeit und Training erweitern meinen Blick; mein Netzwerk ermöglicht Einblicke in sehr unterschiedliche institutionelle Realitäten.